Sitzendorf, Sorbitztal und Schwarzatal

Wetterstation, Wetter, und Wetterwarnung

  •  VHDL13 DWLI 250133 Deutscher Wetterdienst Wetter- und Warnlage für Thüringen ausgegeben von der RWB Leipzig am Samstag, 25.03.2023, 02:33 Uhr Unbeständig, zeitweise windig, mild, vereinzelt Gewitter am Samstag Wetter- und Warnlage: Am Rande eines umfangreichen Tiefdruckkomplexes über Nordwesteuropa gelangt mit südwestlicher Strömung zunächst noch milde Meeresluft nach Thüringen. Tiefausläufer gestalten den Wetterverlauf wechselhaft. WIND: In der Nacht vor allem im oberen Bergland gelegentlich Windböen bis 60 km/h (Bft 7) aus Südwest, in exponierten Lagen vereinzelt Sturmböen bis 70 km/h (Bft 8). Am Samstag allgemeine Windzunahme mit Wind- und Sturmböen zwischen 50 und 70 km/h (Bft 8) aus Südwest, bei kräftigen Schauern sowie im oberen Bergland Böen bis 80 km/h (Bft 9). GEWITTER: In der Nacht geringes Gewitterrisiko. Am Samstag örtlich starke Gewitter mit Sturmböen bis 80 km/h (Bft 9) aus Südwest wahrscheinlich. Detaillierter Wetterablauf: Am Samstag wechselnd bis stark bewölkt, wiederholt Schauer, vereinzelt kurze Gewitter. Höchsttemperaturen 11 bis 14, im Bergland 6 bis 10 Grad. Mäßiger bis frischer, in Böen starker bis stürmischer Südwestwind. In der Nacht zum Sonntag wechselnd bis stark bewölkt, gelegentlich Schauer. Tiefsttemperaturen 7 bis 4, im Bergland bis 2 Grad. Weiterhin lebhafter Südwestwind mit Windböen. Am Sonntag stark bewölkt bis bedeckt, verbreitet aufkommender Regen, teils schauerartig. Höchsttemperaturen 9 bis 12, im Bergland 5 bis 8 Grad. Schwacher bis mäßiger Südwest- bis Westwind. In der Nacht zum Montag zunächst noch gebietsweise Regen, mitunter schauerartig verstärkt, im oberen Bergland teils Übergang in Schneefall, im Verlauf südostwärts abziehender Niederschlag, von Nordwesten her vermehrt Auflockerungen. Tiefsttemperaturen am Morgen 3 bis -1, im Bergland bis -4 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind, auf Nordwest drehend. Am Montag wechselnd bewölkt mit Regen-, Schnee-, und Graupelschauern, örtlich kurze Gewitter. Höchsttemperaturen 4 bis 7, im Bergland 1 bis 3 Grad. Mäßiger bis frischer, in Böen starker bis stürmischer Nordwestwind. In der Nacht zum Dienstag wechselnd bis gering bewölkt, vereinzelt Schneeschauer. Tiefsttemperaturen 0 bis -3, im Bergland bis -6 Grad. Schwacher bis mäßiger Nordwestwind. Am Dienstag wechselnd bewölkt, nur vereinzelt Schauer. Höchsttemperaturen 6 bis 8, im Bergland 1 bis 5 Grad. Mäßiger Nordwest- bis Westwind, zeitweise böig auffrischend. In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt bis wolkig, später gebietsweise stark bewölkt, weitgehend niederschlagsfrei. Tiefsttemperaturen 2 bis 0, im Bergland bis -2 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus westlichen Richtungen. Deutscher Wetterdienst, RWB Leipzig, Zedler 
     VHDL30 DWLI 250133 WARNLAGEBERICHT für Thüringen ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Samstag, 25.03.2023, 02:33 Uhr Unbeständig, zeitweise windig, mild, vereinzelt Gewitter am Samstag Wetter- und Warnlage: Am Rande eines umfangreichen Tiefdruckkomplexes über Nordwesteuropa gelangt mit südwestlicher Strömung zunächst noch milde Meeresluft nach Thüringen. Tiefausläufer gestalten den Wetterverlauf wechselhaft. WIND: In der Nacht vor allem im oberen Bergland gelegentlich Windböen bis 60 km/h (Bft 7) aus Südwest, in exponierten Lagen vereinzelt Sturmböen bis 70 km/h (Bft 8). Am Samstag allgemeine Windzunahme mit Wind- und Sturmböen zwischen 50 und 70 km/h (Bft 8) aus Südwest, bei kräftigen Schauern sowie im oberen Bergland Böen bis 80 km/h (Bft 9). GEWITTER: In der Nacht geringes Gewitterrisiko. Am Samstag örtlich starke Gewitter mit Sturmböen bis 80 km/h (Bft 9) aus Südwest wahrscheinlich. Deutscher Wetterdienst, RWB Leipzig, Zedler 
    SXEU31 DWAV 241800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Freitag, den 24.03.2023 um 18 UTC Markante Wettererscheinungen: Am Samstag windiges bis stürmisches Schauerwetter, dabei einzelne Gewitter. Am Sonntag im Südwesten stürmisch, im Norden kaum Niederschlag und kälter. Am Montag Kaltlufteinbruch mit Schnee-, Regen und Graupelschauern, vereinzelt Gewitter, stürmische Böen vor allem im Norden sowie im Osten und im Bergland. In der Nacht zum Dienstag verbreitet Frost. In Staulagen der Alpen markanter Neuschnee möglich, am Erzgebirge gering wahrscheinlich. Synoptische Entwicklung bis Montag 12 UTC ------------------------------------------------------------- Aktuell ... Ein Höhentrog ist über Frankreich angelangt und schwenkt unter leichter Amplifizierung nach Südwestdeutschland. Zuvor ist die Höhenströmung recht glatt aus Südwest, aber in 500 hPa wird es immer kälter (gegen Morgen um -30 Grad), so dass es auch labiler wird. So schwächt sich die Schauertätigkeit nachts langsam ab. Vor allem im Süden und Westen gibt es auch etwas MU-Cape, so dass auch ein Gewitter nicht ausgeschlossen ist. Der Wind schwächt sich zwar tagesgangbedingt ab, aber in Schauernähe sind im Westen weiter steife Windböen möglich. Die wenigsten Schauer werden in der Oberlausitz und in Ostvorpommern simuliert. Hier ist es teils sogar trocken. Trotz einiger Wolkenlücken kühlt es lediglich auf 8 bis 3 Grad ab. Samstag ... schwenkt die Achse des Troges nach Osten durch, aber im Norden folgt noch ein weiterer Trog nach, so dass gegen Abend nur im Südwesten das Geopotential merklich zunimmt und auch die Temperaturen in 500 hPa. Insgesamt bleibt also die labile Schichtung erhalten, zudem wird durch den Tagesgang auch noch die Grenzschicht labilisiert, so dass es Aprilwetter mit Schauern und einzelnen Gewittern gibt. Diese dürften meist in etwa bis in 500 hPa/-30°C reichen, als limitierender Faktor könnte sich vielleicht teilweise die Feuchte erweisen, denn die spezifischen Feuchten sollen nur so um 5g/kg liegen und die ppw's um 12 l/qm. Somit kommen auch keine allzu hohen Regensummen zustande, die Modelle simulieren meist zwischen 2 und 10 l/qm, nur bei IFS gibt es im Schwarzwald teils um 15 l/qm, bei ICON-D2 im Harz und im Rothaargebirge um 15 l/qm. Die Zuggeschwindigkeiten der Schauer und Gewitter dürften recht hoch ausfallen, denn der bodennahe Wind legt noch einmal zu: Von dem Nordseetief Hilmar ausgehend soll nämlich ein Bodentrog bis zum Abend nach Norddeutschland schwenken, der den Gradienten noch einmal verstärkt. Das Ganze sorgt zusammen mit dem Tagesgang und der Labilität in weiten Teilen des Landes für verbreitet steife bis stürmische Böen bis in tiefe Lagen. Nur der Nordosten ist wohl davon ausgenommen. Im höheren Bergland muss vielfach mit Sturmböen gerechnet werden, auf exponierten Bergen mit schweren Sturmböen. Auf dem Feldberg und dem Brocken sind schwere Sturmböen und eventuell auch 11er Böen möglich. Es muss aufgepasst werden, wie sich die Schauer und Gewitter dann organisieren, denn der Sturm könnte durchaus bei stärkeren Entwicklungen auch heruntergemischt werden. Bei all dem Sturm fallen die Sonnenanteile nicht allzu hoch aus. Die Tagestemperaturen bekommen einen Dämpfer, die Höchstwerte fallen aber für die Jahreszeit mit 9 bis 14 Grad, an der Weinstraße bis 15 Grad, immer noch recht mild aus. In der Nacht zum Sonntag schwenkt der Höhentrog ostwärts und im Süden folgt ein Höhenkeil, im Norden eine glatte Nordwestströmung. Weiter im Westen greift ein Höhentrog vom Seegebiet südwestlich Irlands bis Sonntagfrüh auf Nordwestfrankreich über. Gleichzeitig findet ein weiterer markanter Trogvorstoß von Neufundland her auf den Nordwestatlantik statt, auf dessen Vorderseite sich ein breiter Höhenrücken über den mittleren Nordatlantik nordwärts aufwölbt, was eine Meridionalisierung der Strömung zur Folge hat, die später bei uns zu einer Wetterumstellung führt. Zunächst aber steht nach Abzug des Troges im Laufe der Nacht eine vorübergehende Wetterberuhigung ins Haus. Der zusehends auffächernde Bodentrog schwenkt im Laufe der ersten Nachthälfte über den Osten des Landes hinweg ostnordostwärts und der Wind schwächt sich weiter ab. In der zweiten Nachthälfte reicht es wohl lediglich noch in einigen Gipfellagen für warnrelevante Böen. Mit dem Höhenkeil und dem Tagesgang lassen die Schauer außer ganz im Nordosten weitgehend nach. Die Wolken lockern allerdings wohl lediglich im Norden/Nordosten sowie im Südosten vorübergehend stärker auf. Im Westen macht sich dagegen bald wieder markante Warmluftadvektion im Vorfeld des nächsten Tiefdruckgebietes bemerkbar und bereits weit im Vorfeld eines okkludierten Frontensystems, das zusammen mit einem an den Randtrog gekoppelten Bodentief im Laufe der Nacht auf Frankreich übergreift, werden die Wolken wieder dichter. Morgens kommt ganz im Südwesten Regen auf. Rückseitig des Troges gelangt nun etwas kältere, aber immer noch erwärmte Polarluft nach Norddeutschland mit etwa -1 bis -4 Grad. Eventuell fallen die letzten Schauer im östlichen Bergland sowie im Harz oberhalb von etwa 500 bis 800 m dann schon als Schnee. Ansonsten verläuft die Nacht aber noch frostfrei bei 2 bis 7 Grad. Sonntag ... greift der Randtrog über Frankreich mit eingelagertem hochreichendem Tief im Tagesverlauf auf den Süden und die Mitte über, wobei das Tief abends die zentralen Mittelgebirge erreicht. Gleichzeitig kann von Norden her Höhenkaltluft mit etwa -40 Grad in 500 hPa und darunter bis zur Norwegischen See bzw. nach Südskandinavien vordringen, wodurch ein Höhentrog über Skandinavien regeneriert und in weiterer Folge auch für uns eine kurzzeitig sogar zyklonale Nord- bis Nordwestlage eingeleitet wird. Die Achse des Troges erreicht zum Abend bereits die mittlere Nordsee. Im Bodenfeld weitet sich von Frankreich her bereits in den Vormittagsstunden eine breite und mit zwei Kernen ausgestattete Tiefdruckrinne rasch über die Mitte und den Süden Deutschlands ostwärts aus (etwa an der Main-Linie), während über West- und Nordwesteuropa kräftiger Druckanstieg einsetzt. Somit kann nördlich der Rinne maritime Polarluft von Nordnordwest her bereits auf direkterem Wege nach Nordwestdeutschland vordringen und lässt dort die 850 hPa-Temperatur bis zum Abend auf -4 bis -7 Grad absinken. Im Bereich der Rinne bzw. südlich findet dagegen kein Luftmassenwechsel statt, nach wie vor bewegt sich die 850 hPa-Temperatur dort um den Gefrierpunkt. Dieses Setup wirkt insgesamt frontogenetisch und vor allem an der Nordflanke der Rinne, also in den mittleren Landesteilen, fällt verbreitet Regen, nach Westen zu gebietsweise etwa 10 bis 15 l/qm (bei GFS örtlich 15 bis 25 l/qm und bei UK10 bis gut 30 l/qm), sonst eher weniger. Ob es an der Nordflanke der Niederschläge mit Einsickern der kälteren Luftmasse eventuell schon für die feste Phase reicht, bleibt abzuwarten, meist bleibt es im Norden aber trocken. Sollten die nördlichen Mittelgebirge (z.B. Harz, Meißner, Rothaargebirge) betroffen sein, könnte das oberhalb von 700 m durchaus der Fall sein (vor allem gegen Abend). Südlich der Rinne, also in Süddeutschland, kann die Luftmasse mit Übergreifen des Höhentroges erneut labilisieren, die 500 hPa-Temperatur sinkt auf nahe -30 Grad. Die Folge sind neben Schauern auch einzelne Gewitter, je nachdem, wieviel Cape durch etwas Einstrahlung noch generiert werden kann, was am ehesten im Südosten der Fall sein dürfte und im Schwarzwald hilft die Orographie. Spannend, aber aus aktueller Sicht noch unsicher gestaltet sich auch die Windentwicklung in Süddeutschland. Je nach Lage, Zugbahn und Intensität der Tiefs in der Rinne, kann sich an deren Südflanke ein recht veritabler Druckgradient aufbauen. Im aktuellen ICON-Lauf ist das vor allem ab dem Vormittag bis zum späten Nachmittag über dem Südwesten des Landes der Fall, wo von Baden-Württemberg bis uns Saarland, ins südliche Rheinland-Pfalz und bis nach Unterfranken und Schwaben verbreitet steife bis stürmische Böen, vereinzelt Sturmböen, in den Hochlagen schwere Sturmböen aus Südwest auftreten können. Im Norden dreht der Wind dagegen auf Nordwest bis Nord und frischt ebenfalls etwas auf. Dabei kann es im Nordseeumfeld einzelne steife Böen geben. Während die Temperaturen im Norden sowie am Nordrand des Regengebietes bereits zurückgehen und dort nur noch Höchstwerte zwischen 5 und 10 Grad erreicht werden, bleibt es im Süden mit 9 bis 14 Grad noch relativ mild. In der Nacht zum Montag ist es dann endlich soweit. Von Westen greift der sich immer weiter amplifizierende Höhentrog über, während sich der westliche Teil der Tiefdruckrinne nach Osten bzw. Südosten verlagert. Damit wird die Tür aufgestoßen für die im Norden schon lauernde Polarluft, die mit allgemeiner Winddrehung auf Nordwest nun regelrecht nach Süden schießt und bis zum Morgen die Alpen erreicht. T850 geht auf rund -8°C zurück (nur der äußerste Süden noch etwas darüber) und ganz im Norden taucht die bei uns nicht alltägliche -40-Grad-Isotherme in 500 hPa auf. Die stratiformen Regenfälle lassen mehr und mehr nach, gehen z.T. aber noch in Schnee über. Auch die einsetzenden, in ihrer Verbreitung und Häufigkeit aber limitierten Schauer gehen bis in tiefe Lagen in Schnee über. Im Stau von Erzgebirge und Alpen setzt Dauerschneefall ein (5 bis 10 cm). Die Temperatur geht auf +3 bis -3°C zurück. Montag ... schwenkt der markante Höhentrog mit seiner Achse von Deutschland nach Österreich und Westpolen. Dabei überdeckt -40 Grad kalte Luft in 500 hPa bis zum Abend noch den Norden und Osten Deutschlands. Nach Südwesten hin ist es mit -32 bis -39 Grad nicht ganz so kalt. Die Troposphäre ist im Norden bis fast ganz oben labil, allerdings mit nur geringen Cape-ML-Werten zwischen 50 und 100 J/Kg. Nach Südwesten hin entwickelt sich bei 700 hPa eine Absinkinversion, aber auch hier sind winterliche Schauer unterwegs. Meist fallen Schnee- oder Graupelschauer, bei schwachen Schauern kann in tiefen Lagen auch Regen auftreten. Im Norden kann ein deftiges Graupelgewitter mit Glättebildung auf den Straßen auftreten. Südlich von Hochwald und Pfälzer Wald und am südlichen Oberrhein ist es weitgehend trocken. Im Nordstau von Alpen und Erzgebirge kann es länger schneien (bis 5 cm am Erzgebirge, 5 bis 15 cm, exponiert bis 20 cm Neuschnee in dern Alpen). Bei 850-hPa-Temperaturen zwischen -6 Grad am Hochrhein und -11 Grad auf Rügen gibt es einstellige Höchstwerte zwischen 3 Grad im Vogtland und 8 Grad am Rhein. Im Bergland oberhalb 700 bis 800 m gibt es Werte bei 0 Grad oder knapp darunter. Zwischen dem Tief bei Estland und dem Hoch über England und Frankreich ist der Gradient recht kräftig, so dass es im Norden und Osten steife bis stürmische Böen aus Nordwest gibt (vor allem bei Schauern). Im Südwesten treten 7er Böen wohl nur im Bergland auf. Auf exponierten Bergen gibt es Sturmböen. In der Nacht zum Dienstag rückt das Hoch nach SW-Deutschland vor und verbreitet gibt es leichten, im Bergland mäßigen Frost. Glätte tritt vor allem im Norden und Osten auf, da abends noch einzelne Schauer möglich sind. Modellvergleich und -einschätzung ---------------------------------------------------------------- Die Modelle simulieren unisono die Umstellung der Wetterlage auf Nordwest bis Montag. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Olaf Pels Leusden