Sitzendorf, Sorbitztal und Schwarzatal

Wetterstation, Wetter, und Wetterwarnung

  •  VHDL13 DWLI 280733 Deutscher Wetterdienst Wetter- und Warnlage für Thüringen ausgegeben von der RWB Leipzig am Samstag, 28.05.2022, 09:33 Uhr Gebietsweise Windböen, Schauer, vereinzelt kurze Gewitter. Wetter- und Warnlage: Im Einflussbereich eines Tiefdruckkomplexes über Nord-und Nordosteuropa wird von Nordwesten feuchte und kühle Luft nach Thüringen geführt. WIND/STURM: Heute im Nordosten verbreitet, sonst vereinzelt Windböen bis 60 km/h (Bft 7) aus West bis Nordwest. Abends deutlich nachlassender Wind. GEWITTER: Heute örtlich kurze Gewitter. Damit verbunden stürmische Böen bis 70 km/h (Bft 8). Auch am Sonntag örtlich kurze Gewitter. Detaillierter Wetterablauf: Heute viele Quellwolken, von Nordwesten durchziehende Schauer. Auch kurze Gewitter möglich. Am späteren Abend dann weitgehend niederschlagsfrei. Höchsttemperaturen 13 bis 17, im Bergland 8 bis 12 Grad. Mäßiger Nordwestwind, vor allem in der Nordosthälfte mit Windböen und vereinzelten stürmischen Böen. In der Nacht zum Sonntag wolkig, gebietsweise gering bewölkt, niederschlagsfrei, stellenweise Nebel. Temperaturrückgang auf 6 bis 2 Grad. Örtlich bei längerem Aufklaren Frost in Bodennähe. Schwacher Wind aus West bis Nordwest. Am Sonntag vormittags zunehmend Quellwolken, einzelne Schauer, örtlich kurze Gewitter. Maximal 13 bis 16, im Bergland 7 bis 12 Grad. Mäßiger Nordwestwind. In der Nacht zum Montag stark bewölkt, etwas Regen. Temperaturrückgang auf 7 bis 3 Grad. Schwacher Westwind. Am Montag stark bewölkt, ab Vormittag Schauer oder Gewitter, abends nachlassend und Auflockerungen. Höchstwerte 13 bis 16, im Bergland 7 bis 12 Grad. Mäßiger Westwind. In der Nacht zum Dienstag gering bewölkt. Tiefstwerte 7 bis 4 Grad. Im Bergland örtlich leichter Frost in Bodennähe. Schwacher Wind. Am Dienstag zunächst heiter, im Tagesverlauf vermehrt Quellbewölkung, aber kaum Schauer. Temperaturanstieg auf Werte zwischen 17 und 20, im Bergland zwischen 13 und 16 Grad. Schwacher Wind aus wechselnden Richtungen. In der Nacht zum Mittwoch gering bewölkt bis wolkig, niederschlagsfrei. Tiefstwerte zwischen 9 und 6 Grad. Schwachwindig. Deutscher Wetterdienst, RWB Leipzig, Henry Geyer 
     VHDL30 DWLI 280733 WARNLAGEBERICHT für Thüringen ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Samstag, 28.05.2022, 09:33 Uhr Gebietsweise Windböen, Schauer, vereinzelt kurze Gewitter. Wetter- und Warnlage: Im Einflussbereich eines Tiefdruckkomplexes über Nord-und Nordosteuropa wird von Nordwesten feuchte und kühle Luft nach Thüringen geführt. WIND/STURM: Heute im Nordosten verbreitet, sonst vereinzelt Windböen bis 60 km/h (Bft 7) aus West bis Nordwest. Abends deutlich nachlassender Wind. GEWITTER: Heute örtlich kurze Gewitter. Damit verbunden stürmische Böen bis 70 km/h (Bft 8). Auch am Sonntag örtlich kurze Gewitter. Deutscher Wetterdienst, RWB Leipzig, Henry Geyer 
    SXEU31 DWAV 280800 S Y N O P T I S C H E Ü B E R S I C H T K U R Z F R I S T ausgegeben am Samstag, den 28.05.2022 um 08 UTC GWL und markante Wettererscheinungen: Tr M Heute in der Nordosthälfte stürmische Böen oder Sturmböen, teils in Verbindung mit kurzen Gewittern. Am Sonntag und Montag weiter kühle Troglage mit kurzen Gewittern, dann aber eher mit Starkregen. Synoptische Entwicklung bis Montag 24 UTC -------------------------------------------------------------- Samstag... Liegen wir unter einem Langwellentrog, der große Teile Nord- und Osteuropas überdeckt. Demgegenüber steht ein markanter Hochkeil westlich der Britischen Inseln mit seiner Achse bis nach Grönland ausgreifend. Bei dem sehr meridional aufgestellten Strömungsmuster gelangt zwischen der Bodenhochdruckzone bei Island und dem Tief bei Finnland mit einer kräftigen nordwestlichen Strömung kalte Meeresluft nach Deutschland. Die Temperatur liegt in 850 hPa zwischen 0°C über dem Norden bis +5°C über dem äußersten Süden. Über dem Norden und der Mitte ist die Schichtung instabil (T500 <-25°C) sodass es zu Schauern und vereinzelt kurzen Gewittern kommt. Bei Oberwinden von 30 bis 40 kt sind auch steife bis stürmische Böen mit dabei. In der recht trockenen Luft (PPW 10 bis 15mm) und da die Zellen flott unterwegs sind spielt Starkregen keine Rolle. Der Nordosten wird in der ersten Tageshälfte zudem noch vom WLA Maximum eines Bodentroges mit schauerartigem Regen gestreift. Durch den zunächst noch kräftigen Gradienten langt es auch ohne großartige Konvektion in der Nordosthälfte für steife Böen um 55 km/h, in Schauernähe sind stürmische Böen auf der Karte, an der See und auf exponierten Berggipfeln auch Sturmböen 9 Bft. Da der Gradient langsam aber rausgeht, nehmen auch die Böen im Tagesverlauf wieder ab. Im äußersten Süden liegt anfangs noch die Kaltfront eines Tiefs über Russland mit starker Bewölkung und etwas Regen, deren Reste im Tagesverlauf aber über die Alpen abziehen. Dahinter scheint über Süddeutschland häufiger die Sonne, die Luft ist dort noch trockener, PPW teils <10mm und die Schichtung stabil, sodass auch die Schauerneigung nur sehr gering ist. Die Temperatur steigt meist auf Werte von 15 bis 19°C, ganz im Norden, wo die Sonne kaum zum Zuge kommt, werden auch die 15°C teilweise nicht erreicht. In der Nacht zum Sonntag weitet sich der Trog insgesamt nach Südwesten aus, wobei ein Troganteil mit seinem Drehzentrum über Deutschland zu liegen kommt. Dabei wird auch im Süden die Schichtung instabil. Der Tagesganz führt zwar zu einer nachlassenden Schaueraktivität, ganz zum Erliegen kommt sie aber nicht und im Norden und Nordwesten sind vereinzelt kurze Gewitter weiter nicht ausgeschlossen. Die Lage wird aber mehr und mehr schwachgradientig und entsprechend spielt der Wind in und abseits der Konvektion kaum noch eine Rolle. Nur an der Nordsee und anfangs exponiert an der Ostsee sind steife Böen, auf den ostfriesischen Inseln eventuell stürmische Böen möglich aus West bis Nord. Die Nacht wird sehr frisch mit meist einstelligen Minima. In ungünstigen Lagen im Mittelgebirgsraum sind auch Werte nahe 0°C möglich und am Boden gibt es dann leichten Frost. Sonntag... hält die Troglage über Mitteleuropa an. Das eingelagerte Drehzentrum über uns verlagert sich etwas über die Landesmitte nach Osten und soll irgendwo über Thüringen oder Sachsen-Anhalt liegen. Die Druck- bzw. Geopotentialunterschiede am Boden und in der unteren Troposphäre sind meist nur gering. Bei Werten in 850 hPa von 0 bis +3°C und in 500 hPa von -23°C bis -28°C ist die Schichtung landesweit mehr oder weniger labil und es bilden sich im Tagesverlauf wieder häufiger Schauer und einzelne kurze Gewitter, wobei der Wind nun aber keine Rolle mehr spielt. Dafür nimmt bei geringer Verlagerungsgeschwindigkeit die Wahrscheinlichkeit von Starkregen zu, auch, weil um das Höhentief herum feuchtere Luft aus Osten angezapft und in den Norden geführt wird. Entsprechende Signale sind modellseitig u.a. im ICON D2 EPS zu finden. Der Nordwest- bis Nordwind lebt nach Westen hin etwas auf, ohne Warnrelevanz und lediglich an der Nordsee sind einzelne steife Böen nicht ausgeschlossen. Die Sonne scheint am ehesten in einem Streifen von Baden-Württemberg nach Sachsen, im Nordwesten lässt sie sich dagegen nur selten blicken. Die Temperaturen bewegen sich auf sehr verhaltenem Niveau von 13 bis 18 °C; mehr oder weniger deutlich unter den "üblichen" Werten. In der Nacht zum Montag lassen die Schauer und Gewitter nach, wiederum aber nicht komplett. Vor allem im Norden und der Mitte sind auch über die Nacht hinweg ein paar davon unterwegs. Hier ist es wolkiger, während es nach Süden hin teils aufklart mit den entsprechend niedrigen Frühtemperaturen. In 2m Höhe geht es teilweise bis nahe an die 0°C, am Erdboden wird diese Marke regional unterschritten. Auch das ein oder andere kurzlebige Dunst- oder Nebelfeld wird wohl nachts und am Morgen auftauchen. Montag... befinden wir uns weiter im Wirkungsradius des einigermaßen komplexen Troges über Nord- und Mitteleuropa. Ein Schwerpunkt zieht im Tagesverlauf von Ostdeutschland nach Polen und zur Ostsee, ein weiterer kreist darum über die Nordsee nach Westen Richtung GB. Im Bodendruckfeld stellt sich die Lage weiter sehr schwachgradientig dar in kühler und instabil geschichteter Luft. Die Schauer und später auch wieder einzelnen Gewitter sollen sich laut ICON auf die feuchteste Luft von SH bis Vorpommern und Brandenburg (PPW an die 20 mm) konzentrieren sowie auf einen von Nordpolen bis in den Südwesten reichenden Trogbereich. In Teilen des Nordwestens, wo die Schichtung stabiler wird, und in der trockensten Luft über dem Süden soll sich konvektiv dagegen kaum etwas abspielen. In den Gewittern wäre erneut Starkregen möglich, stärkerer Wind eher nicht. Das Temperaturniveau ändert sich kaum und auch die Verteilung von Sonne und Wolken dürfte der des Vortags zumindest ähneln. In der Nacht zum Dienstag geraten wir gewissermaßen zwischen die Stühle. Zwischen dem etwas nach Osten zurückziehenden Trog und dem Trog über GB wird die Höhenströmung antizyklonaler und am Boden zeichnet sich eine schwache Hochdruckzone ab. Die Bewölkung lockert demnach verbreitet stärker auf und Schauer sind im Laufe der Nacht am ehesten noch von SH bis Vorpommern und etwas verstärkt vielleicht aus dem Alpen heraus auf den äußersten Süden ausgreifend zu erwarten. Vereinzelt nach wie vor mit Blitz und Donnerstag. Stellenweise bildet sich bei längerem Aufklaren Nebel oder es gibt Bodenfrost. Modellvergleich und -einschätzung -------------------------------------------------------------- Die Modelle simulieren weitgehend ähnlich. Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach Dipl. Met. Bernd Zeuschner